Presseinformation SemMES- Tag 30.11.2011

Manufacturing Execution Systems (MES), als produktions-unterstützende IT-Systeme, stellen das Bindeglied zwischen Feld- und ERP-Ebene dar. Sie unterstützen die Produktion und den Menschen durch moderne IT-Anwendungen.
Um MES effizient nutzen zu können, muss der Informationsfluss zwischen Steuerungsebene und MES stimmen. Es reicht dafür nicht aus, nur Daten zu kommunizieren. Damit MES ‚arbeitsfähig sind’, müssen die auftretenden Maschinendaten/Prozesswerte bestimmt und eingepflegt werden. Heutzutage müssen Maschinen- und Anlagenhersteller, aber auch MES-Lieferanten sich immer wieder neu an die Vorgaben ihrer Kunden und firmenspezifische Standards anpassen. Dies verursacht einen hohen, häufig manuellen Aufwand. Es ist essentiell, dass MES die entsprechenden Informationen aus der Produktion verstehen und verarbeiten können.
Die Besonderheit von MES in diesem Umfeld wird an Hand der benötigten Informationen zur Konfiguration und Projektierung der Systeme klar. MES benötigen Informationen aus heterogenen Informationsquellen. Zum einen muss ein MES über Informationen zur Topologie der Anlage und ihre Kommunikationsschnittstellen und -signale kennen, zum andern aber gleichzeitig über Auftrags- bzw. ERP-spezifische Daten verfügen. Es benötigt also zahlreiche Schnittstellen zu anderen Systemen, weswegen eine Konfiguration sich so komplex gestaltet. MES werden aber gleichzeitig erst am Ende des Anlagenplanungs- oder Umplanungsprozesses projektiert. Daher bleibt meist nur wenig Zeit zur Projektierung und Verifikation.
Das Projekt „Standardisierte semantische Schnittstelle MES – Maschinenebene“ (SemMES, siehe www.SemMES.de) wird gefördert durch die Bundesrepublik Deutschland. Zuwendungsgeber ist das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie aufgrund eines Beschlusses des Bundestages.
Die Vision von SemMES ist eine Standardisierung der Kommunikation zwischen Maschine und MES. Daher fließen dort Inhalte von Maschinen- und Anlagenherstellern, sowie Anlagenbetreibern und Forschungspartnern gemeinsam in eine solche Schnittstelle. Ziel der Arbeit ist die Entwicklung einer semantisch definierten Schnittstelle zur Kommunikation zwischen Maschine und MES, die praktisch einsetzbar und in der Industrie getestet ist. Dazu sollen die Inhalte in neue Standards einfließen. Dadurch lässt sich enormer Aufwand im Engineering von MES bei Maschinenherstellern und -betreibern einsparen. Dies kommt vor allem dem mittelständischen Maschinen- und Anlagenbau und MES-Herstellern zu gute. In verschiedenen Verbänden und Organisationen (z.B. VDI, VDMA, DIN) ist dies ein aktuell bearbeitetes Thema. Der SemMES- Tag, welcher am 30. November 2011 am Fraunhofer IOSB stattfindet, bietet ein großes Forum für Anlagen- und Maschinenhersteller, sowie für Anlagenbetreiber. Die aktuellen Anwendungen und Entwicklungen im Bereich der Semantik von MES werden an diesem Tag durch Referenten aus Forschung und Industrie beleuchtet.
Eingebettet in Vorträge zu wissenschaftlichen Betrachtungen und Normungsbestrebungen, präsentiert Frank Marek, CEO der ISI Automation GmbH & Co. KG, den praktischen Einsatz der MES- Schnittstelle durch Mapping mit dem ISIPlus® Data Integration Service.



  
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